Homöopathie

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Homöopathie ungeeignet für den Rauchstopp !

Die Homöopathie, bei der kleine bis kleinste Wirkstoffdosen verabreicht werden, hat keine klinische Wirkung gezeigt. Ihre Wirksamkeit ist kaum grösser als der psychophysiologische Placebo-Effekt.

Pharmazeutische Laboratorien, die homöopathische Behandlungen vermarkten, verwenden extrem verdünnte, auf Zuckergranulat aufgebrachte Substanzen, die vermeintlich mit dem Zustand der Person in Beziehung stehen. In den meisten Ländern wird Homöopathie als Nahrungsergänzung angeboten und braucht für eine Marktzulassung im Gegensatz zu Medikamenten keine nachweisbare Wirksamkeit aufzuweisen.

Evidenz für oder gegen die Homöopathie als Hilfsmittel beim Tabakentzug lässt sich nur äusserst schwer ermitteln, weil zu diesem Thema unserer Kenntnis nach keine fundierte wissenschaftliche Studie vorliegt. Wenn gesagt wird, die homöopathischen Behandlungen seien effizient, um mit dem Rauchen aufzuhören, so ist dies nicht evidenzbasiert. Um sich optimale Erfolgsaussichten zu sichern, sind also Medikamente mit erwiesener Wirksamkeit empfehlenswerter.

Bisweilen raten homöopathische Berater:innen davon ab, wirksame Medikamente, wie etwa Nikotinersatzstoffe, Vareniclin oder Bupropion, zu verwenden. Die Betreuung durch solche Berater:innen beeinträchtigt die Chance eines erfolgreichen Rauchstopps und trägt damit zum Risiko tabakbedingter Erkrankungen bei.

Literatur

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