Corona ist noch nicht vorbei

Die Maske schützt vor Corona, Rauchen nicht.

Wie weiter?

Mittlerweile kennen wir die Risiken von Covid-19 schon besser. Wir können auch abschätzen, wie wir uns davor schützen können. Je mehr Studien zu Covid-19 entwickelt werden, desto mehr fällt auf, dass die Raucherinnen und Raucher besonders gefährdet sind durch Corona. Sowohl das Risiko sich zu infizieren als auch die Gefährdung eines schweren Verlaufes ist höher.

Sämtliche Nikotin- und Tabakhaltigen Produkte schwächen und gefährden die Gesundheit der Lunge. Insofern ist die Rauchentwöhnung wichtiger denn je. Sie können sich unter anderem schützen, indem Sie eine Maske tragen, Abstand halten, sich die Hände waschen aber auch indem Sie aufhören zu Rauchen!

Warten Sie nicht: Es ist immer noch ein guter Zeitpunkt um mit dem Rauchen aufzuhören. Der Rauchstopp wirkt sich in vieler Hinsicht positiv auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden aus.  Bereits nach 48 Stunden verbessert sich Ihr Geschmack- und Geruchsinn. Nach nur 3 Monaten ist Ihre Lungenfunktion verbessert und die Blutzirkulation erhohlt sich. Weitere Vorteile des Rauchstopps finden Sie hier.

Ich habe aufgehört während der Corona-Krise!

Elena Mocanu, Ogbebor Clementino, Christof Fankhauser und Ilija Markovic haben es geschafft.

Shisha

Ein Krankheitsausbruch Covid-19 im Mai 2020 in Göttingen geht auf eine Shisha-Bar zurück. 68 Personen wurden infiziert. 310 Personen konnten identifiziert werden, mit dem Träger Kontakt gehabt zu haben, darunter 57 Kinder und Jugendliche. Im Iran – einem Land mit traditionellem Wasserpfeifenrauchen – spielte das Wasserpfeifenrauchen eine zentrale Rolle bei der Covid-19-Pandemie.

Covid-19 ist eine Infektionskrankheit. Es gilt also, was unten zur Übertragung von Infektionskrankheiten beschrieben ist, erhöhtes Übertragungsrisiko über Mundstücke und Wasser.

Das kühle Wasser könnte eine Covid-19-freundliche Umgebung sein.

Hinzu kommt, dass Covid-19 über Tröpfchen beim Sprechen und Atmen, beim Singen und Laut-Reden übertragen wird. Virenüberträger sind kleine, virenbeladene Tröpfchen und sogenannte Aerosole, also in Luft schwebende Flüssigkeitsteilchen, die Viren von Kranken enthält. Gefahr besteht vor allem in geschlossenen Räumen nach einigen Minuten. Wasserpfeifenrunden dauern bis zu einer Stunde.

Länder mit traditionellem Wasserpfeifenkonsum haben diesen während der Covid-19-Pandemie verboten und Shisha-bars geschlossen, unter anderem Iran, Kuweit, Pakistan, Qatar, und Saudi-Arabien. Ägypten hat bereits Mitte März mit der Schliessung von Bars und Cafés ein Verbot von Wasserpfeifen verhängt. Jetzt da die Bars und Cafés wieder geöffnet sind, bleibt das Verbot in Kraft. Südafrika hat sämtliche Tabak- und Nikotinprodukte verboten also auch Wasserpfeifen.

Die Reinigung einer Wasserpfeife ist aufwendig und dauert lang, weshalb sie selten nach jedem Gebrauch vorgenommen wird. Auch bei der Reinigung nach einer Wasserpfeifenrunde können Covid-19 vom Reiniger auf die Wasserpfeife oder von der Wasserpfeife auf den Reiniger übertragen werden.

Wasserpfeifen werden vorwiegend in geschlossenen Räumen konsumiert, vor allem Shisha-Bars und -Cafés. Ventilatoren verteilen die virenhaltige Luft und erhöhen so zusätzlich die Ansteckungsgefahr. Das gleiche gilt für Klimaanlagen in den Shisha-Bars ohne spezielle Virenfilter, also die meisten Klimaanlagen.

Mehr dazu

Schützt Nikotin vor Corona?

Im April wurde von Wissenschaftlern eine These veröffentlicht, die die Presse immer wieder aufgreift und die behauptete, dass Nikotin eine Schutzwirkung gegen Covid-19 haben könne. Diese These stützt sich auf begrenzte Beobachtungen von niedrigen Raten von Krankenhausaufenthalten bei Raucherinnen und Rauchern. Studien dazu waren nicht nur sehr beschränkt und wissenschaftlich unzureichend, sondern es stellte sich ausserdem heraus, dass die Autoren der Schutzhypothese Verbindungen zur Tabakindustrie hatten. Die Hypothese wurde inzwischen wiederlegt und es gibt keine neueren Studien, die sie stützt.

Nikotin, ob mit oder ohne Tabak konsumiert, ist gesundheitsschädlich und keine sichere Substanz. Das Einatmen von Dämpfen oder Aerosolen aus Zigaretten und elektronischen Zigaretten ist schädlich für die Lunge und erhöht damit das Risiko einer Infektion mit Covid-19.

Nur der vollständige und dauerhafte Konsumstopp von Tabak und Nikotin schützt die Gesundheit wirksam und trägt dazu bei, die mit Covid-19 verbundenen Risiken zu verringern.

Homeoffice

Durch die laufende Krise sind viele Arbeitsplätze ins Homeoffice verlegt worden. Da kann es für viele Raucher verlockend sein, direkt am neuen Arbeitsplatz eine Zigarette zu rauchen. Aber auch im Homeoffice: rauchen Sie immer draussen.

Der Rauch im Haus schadet nicht nur Ihnen, auch Ihre Familie oder die Mitbewohner leiden darunter. Das Homeoffice ist auch eine Chance sich die Raucherpausen abzugewöhnen und der Rauchstopp fällt Ihnen leichter.

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Tipps wie Ihnen der Rauchstopp gelingt

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