E-Zigarette : es gibt drei Arten von Nikotin-Liquiden (booster)

Chemical,Molecular,Formula,Of,Nicotine.,Connected,Lines,With,Dots,Background

Nikotin ist ein äusserst starkes Suchtmittel. Die Spezialistinnen und Spezialisten erachten es als harte Droge.

Damit Sie den Entzug schaffen, müssen Sie Nikotin im Liquid äusserst klug dosieren (in mg) und einen progressiven Entwöhnungsplan entwerfen, an dessen Ende Sie mit der E-Zigarette aufhören.

myAvatar(4)

Welche Nikotindosis benötigen Sie?

A/ Gereinigtes oder basisches Nikotin (PH ~8)  

In Liquiden sind höchstens 0 bis 2 Prozent (0–18 mg) Nikotin enthalten (europäische Norm). Das Nikotin durchläuft mehrere chemische Prozesse, namentlich auf Natronbasis, um es aus den Tabakblättern zu extrahieren und zu reinigen.

Je nach Dosierung verursacht es einen Throat Hit, ein Kratzen im Hals, das mehr oder weniger geschätzt wird. 

Das basische Nikotin findet sich auch in Nikotinersatzmitteln wie Patches und Kaugummis.

Zu Beginn des Tabakentzugs ist es empfehlenswert, keine zu geringe Nikotindosierung zu verwenden. Es sollte ein progressiver Entzugsplan erstellt werden.  

Im Gegensatz zum natürlichen Nikotin der Zigaretten (Tabakblätter) ist basisches Nikotin relativ lange aktiv, je nach Produktdesign rund 8 bis 10 Minuten. 

Die Leistung der E-Zigarette (in Watt) und der elektrische Widerstand der Heizwendel (in Ohm) bestimmen die Hitze, die Dampfmenge und somit die Menge des abgegebenen Nikotins. Für Ihren Entzug ist es darum wichtig, sich gut zu informieren und die richtigen Einstellungen vorzunehmen.

Für den Rauchstopp und den Tabakentzug empfehlen Ärztinnen und Suchtspezialisten in erster Linie die Verwendung von Nikotinersatzstoffen: Microtabs, Kaugummi, Inhalator, Patches und Mundspray. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. 

B/ Nikotinsalz oder saures Nikotin (PH 5–6) 

Zur Extrahierung von Nikotinsalz wird basischem Nikotin (s. o.) Säure beigesetzt, u. a. Benzoesäure. Dank dem geringen PH-Wert des Salzes setzt das Liquid mehr Nikotin frei und verkleinert den Throat Hit, denn saures Nikotin verursacht eine geringere Reizung und erleichtert die Inhalation. 

Diese Art von Nikotin wird viel schneller aufgenommen. Dies muss bei der Tabakentwöhnung berücksichtigt werden, damit die Sucht nicht genährt wird (keine tiefen, zu häufigen Inhalationen) und um den schrittweisen Entzug zu gewährleisten.

C/ Synthetisches Nikotin 

Beim synthetischen Nikotin handelt es sich um künstlich hergestelltes Nikotin, das nicht aus den Tabakblättern stammt. Es setzt sich aus durchschnittlich je 50 Prozent (R)- und (S)-Nikotin zusammen; dies im Gegensatz zu Tabak-Nikotin, das zu 99 Prozent aus (S)-Nikotin besteht. (3)

(R)-Nikotin ist problematisch, denn es wirkt sich möglicherweise toxischer auf das Nervensystem aus als (S)-Nikotin, weil es die Acetylcholin-Erzeugung stärker anregt. (Acetylcholin ist ein Neurotransmitter, mit dem Nervenimpulse und elektrische Signale an andere Zellen weitergeleitet werden.) Dies bedeutet, dass (R)-Nikotin stärker süchtig machen könnte (viel stärker als Nikotinsalz und gereinigtes, basisches Nikotin).

Da synthetisches Nikotin nicht aus der Tabakpflanze gewonnen wird, besteht für seine Vermarktung keinerlei Gesetzgebung oder Normierung. Es findet sich hauptsächlich in den neuartigen Einweg-E-Zigaretten wie Puff Bar, Geek Bar, Life usw., die mit ihren starken Aromen besonders für Jugendliche attraktiv sind. In Tat und Wahrheit ist völlig unbekannt, welche Stoffe in diesen Wegwerfprodukten enthalten sind.

Aus diesen Gründen raten wir auch bei einem Tabakentzug dringend davon ab, synthetisches Nikotin zu konsumieren. Entscheiden Sie sich vielmehr für gereinigtes Nikotin oder Nikotinsalz und lassen Sie sich von einer Fachperson für Entwöhnungsfragen beraten.

* Nikotin enthält die beiden Stereoisomere (S)- und (R)-Nikotin.

Wenn Sie Ihre Gesundheit schützen wollen, können wir Ihnen nur empfehlen, einen kompletten Rauchstopp zu planen und einen vollständigen Nikotinentzug zu schaffen. Planen Sie den Entzug mit einer Fachperson. 

Letzte Bearbeitung: