Die Entzugssymptome und die Nikotinsucht verstehen

Eine Person trinkt etwas und lernt, mit Entzugsymptomen während der Niktinentwöhnung umzugehen.

Dein Körper muss sich an die Abwesenheit Nikotin gewöhnen, wenn du mit Rauchen oder Dampfen aufhörst. Das kann vorübergehend zu Kopfschmerzen und anderen Symptomen führen. Erfahre, warum dieser Prozess normal ist und wann die einzelnen Anzeichen des Nikotinentzuges vorüber sind.

Die Entzugssymptome – Wenn der Körper kein Nikotin mehr bekommt

Die Symptome können bereits 24 Stunden nach dem Rauchstopp auftreten. Sie erreichen ihre höchste Intensität in den ersten drei Tagen und verringern sich allmählich über 2 bis 4 Wochen.

Wie stark deine Entzugssymptome sind, hängt unter anderem davon ab, wie viel du geraucht hast. Schau dir an wie lange sie etwa dauern:

Entzugssymtom

Dauer

Unwiderstehliches Rauchverlangen und -drang (Craving)

einige Tage, schubweise

Schwindel

1 bis 2 Tage

Husten

weniger als 7 Tage

Schlafstörungen

weniger als 7 Tage

Müdigkeit

2 bis 4 Wochen

Mangelnde Konzentration

hauptsächlich in den ersten 2 Wochen, dann gelegentlich

Reizbarkeit

variabel

Kopfschmerzen

variabel

Depressionen, Stimmungsschwankungen

variabel

Verstopfung

3 bis 4 Wochen

Hunger

einige Wochen

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Nikotinsucht verstehen

Nikotin wird von Fachleuten als Droge angesehen. Es macht süchtig. Nach jedem Zug erreicht es das Gehirn innerhalb von 10 bis 20 Sekunden.1

Nikotin wird im Gehirn als Belohnung wahrgenommen und nicht die Zigarette oder E-Zigarette. Im Gehirn bindet sich das Nikotin an Rezeptoren. Das setzt Dopamin, Serotonin und Noradrenalin frei. Das sind Botenstoffe (Neurotransmitter). Sie sorgen dafür, dass man sich vergnügt, zufrieden oder entspannt fühlt.

Mit der Zeit nimmt die Anzahl dieser Rezeptoren zu. Das Gehirn gewöhnt sich an das Nikotin und will mehr davon. Weil das Gehirn zufrieden sein will, fragt es nach Nikotin. Man raucht oder dampft, um einen Zustand des Mangels und der Frustration zu vermeiden.

Neben der körperlichen Abhängigkeit nach Nikotin schafft das Gehirn eine Verbindung (Assoziation) zwischen Zigarette und vielfältigen Alltagstätigkeiten und -situationen. Dies tritt beispielsweise beim Kaffee trinken, beim Alkoholkonsum, in solzialen Situationen mit anderen Rauchenden, bei Langeweile im Allgemeinen, beim Warten an Bushaltestellen sowie bei unzähligen weiteren Gewohnheiten und Konditionierungsphänomenen auf. Wenn solche Situationen erneut auftreten und sich die Rauchgeste dabei kontinuierlich wiederholt, setzt sich die Abhängigkeit fest.

Craving dauert meist nur 3 bis 5 Minuten!
Das starke Verlangen zu Rauchen, auch Craving genannt, dauert meist kurz. Dieser Drang bzw. das Verlangen kann sogar noch Jahre nach dem Rauchstopp schubweise auftreten. Es ist schwer, diesem Gefühl zu widerstehen. Tipp zum Durchhalten: Ablenken hilft. Lenke dich ab mit einem Stressball, ändere deine Tätigkeit, nimm einen Rubik’s Cube zur Hand und versuche ihn zu lösen oder mache einige Liegestütze. Letzteres dient obendrauf der persönlichen Gesundheit und Vitalität.

Eine Zigarette enthält etwa 10 Milligramm Nikotin. Pro Zigarette, die man raucht, nimmt man etwa 1 bis 1,4 mg Nikotin auf. Raucht man täglich eine Packung, sind das pro Tag ungefähr 20 bis 30 Milligram Nikotin.

Hinweis: Die Hersteller-Angaben zum Nikotin auf der Zigarettenpackung sind nicht zuverlässig. Dein Körper nimmt bei jeder gerauchten Zigarette gleich viel Nikotin auf. Unabhängig vom angegebenen Nikotingehalt einer Zigarette.2

Eine Zigarette führt zu einem Nikotinspitzenwert im Blut von etwa 12 ng/ml nach 5 Minuten*. Im Laufe des Morgens führt das Rauchen mehrerer Zigaretten allmählich zu einem Anstieg der Nikotinkonzentration im Blut. Am Nachmittag beträgt die Konzentration bei einem hohen Zigarettenkonsum zwischen 20 und 35 ng/ml, ist jedoch abhängig davon, wie viel Zeit zwischen den einzeln gerauchten Zigaretten liegt.

Da Nikotin eine Halbwertszeit von 2 Stunden hat, sinkt der Nikotinspiegel über Nacht und erreicht am Morgen ein sehr niedriges Niveau (vorausgesetzt, die Person hat nicht geraucht).3

*Das bedeutet, dass es 12 Milliardstel Gramm Nikotin in jedem Milliliter Blut gibt.

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1. Le Houezec, J. (2003). Role of nicotine pharmacokinetics in nicotine addiction and nicotine replacement therapy: a review. The International Journal of Tuberculosis and Lung Disease7(9), 811-819.

2. Jarvis, M. J., Boreham, R., Primatesta, P., Feyerabend, C., & Bryant, A. (2001). Nicotine yield from machine-smoked cigarettes and nicotine intakes in smokers: evidence from a representative population surveyJournal of the National Cancer Institute93(2), 134-138

3. Benowitz, N. L. (2010). Nicotine addictionNew England Journal of Medicine362(24), 2295-2303.

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