Rückfall: Was ist passiert?

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Es sollte zwischen «Rückfall» und «Ausrutscher» unterschieden werden. Ein «Ausrutscher» bezeichnet üblicherweise das ein- oder mehrmalige Rauchen einer äusserst kleinen Menge (z. B. 1 oder 2 Inhalationen), gefolgt von kompletter Abstinenz.

Es gibt zwei Arten:

Die frühen Rückfälle haben mehr mit der Nikotinabhängigkeit zu tun. Diese Substanz wird aus Tabak gewonnen oder synthetisch hergestellt und führt zu einer Zunahme der Nikotinrezeptoren im Hirn.

Diese Rezeptoren binden das Nikotin, wodurch das Belohnungssystem aktiviert und Dopamin freigesetzt wird. Die Suchtwirkung von Nikotin hängt weitgehend mit der Aktivierung der Dopaminneuronen zusammen.

Der späte Rückfall ist komplexer. Tierversuche haben gezeigt, dass die Konditionierung im Zusammenhang mit der Verabreichung einer Droge allein dieselbe neuronale Wirkung erzielen kann wie die Droge selber. Dies soll konkret auf die Geste des Rauchens zutreffen, die das Lustgefühl ungeachtet der Substanzeinnahme auslösen könnte.

Demnach rege die Grosshirnrinde bei erlernten Sinnes- und Gefühlsereignissen im Zusammenhang mit Nikotin (Geruch, Erblicken des Pakets, Kaffeepause usw.) spontan das dopaminerge Belohnungssystem im Hirn an. Deshalb ist es so schwierig, sich z. B. in psychisch bedingt schwachen Momenten abzulenken.

Auch ein Ausrutscher sollte deshalb nicht allzu leicht genommen werden!  Im Wiederholungsfall kann er richtig gefährlich werden und in einem Rückfall münden.